Ich hatte gestern Nacht angefangen
Train Man von Hitori Nakano zu lesen – und das Buch hat mich schlichtweg umgehauen.
Es ist eine wahre Geschichte: Ein völlig verplanter Typ postet eine Hilferuf in eine Thread für einsame Otakus und das gesamte Forum eilt ihm zur Hilfe. Ganz richtig: Das Buch besteht nur aus Beiträgen eines realen japanischen Online-Chats.
Dieser Typ, der sich später Train Man nennt, hatte im Zug einige Frauen vor einem grabschenden, alten Kerl beschützt (eine eigentlich total untypische Geste für ihn :3) – und als ihm die junge, hübsche Frau, die eigentlich überhaupt nicht in seiner Otaku-Lieger spielt, zum Dank teure Teetassen schickt, wendet er sich total verzweifelt an das „Hilfe, hier wird einsamen Otakus in den Rücken geschossen – ruft die Sanitäter“-Forum.
Später erzählte ein User: >>Mal ganz ehrlich: Anfangs habe ich Train nicht ganz für voll genommen. So nach dem Motto, okay, der Typ kriegt es nicht mal gebacken anzurufen um sich zu bedanken, hier ist wohl ganz extrem unsere Unterstützung gefragt … Aber jetzt ist mir Train weit voraus.<<
So fängt das Buch an – die ersten hundert Seiten finde ich auch noch am besten. Wie er beim Telefonieren verzweifelt postet:
ESSEN, WO? HILFE und dann im Forum der erste Jubel ausbricht, weil er anscheinend ein Date klar gemacht hat… Das war, als wäre man Life dabei. Die Geschichte, hätte ich echt gerne miterlebt, also life – in diesem Chat…schade, dass ich kein Japanisch kann *lach*
Der Schluss wird dann natürlich seehr zuckerig. Nja, schade eigentlich, aber es ist trotzdem echt lesenswert….gerade wegen der Kommentare der anderen User. *lach* Die sind soo geil drauf *___* Und am Ende…oh man, das war so dann so eine richtige Abschiedsstimmung bei mir v.v“
Ich glaub, ich bin gerade in so einer richtigen Leselaune. Ah..man, ich weiß schon, warum ich nicht so oft lese – wenn ich einmal angefangen habe, kann ich nichts anderes mehr machen. *drop*